Hochsensibilität bei Kindern und Jungendlichen

Montag, 22. Mai 2017

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Hochsensibilität in der Familie

Vielleicht haben Sie ein hochsensibles Kind oder Sie vermuten, dass Ihr Kind hochsensibel ist?
Der Begriff Hochsensibilität ist zum Glück für viele kein Fremdwort mehr, man liest in den Medien darüber und es gibt schon viele Bücher, die um dieses Thema handeln.
Hochsensible Menschen gab es schon immer, viele Künstler und Wissenschaftler sind hochsensible Persönlichkeiten. Sie erfahren, denken und fühlen tief und intensiv, vor allem ihre gute Beobachtungsgabe ist sicherlich eine gute Voraussetzung für ihre Erfolge gewesen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie erkenne ich ob mein Kind hochsensibel ist? 
Es gibt Persönlichkeitsmerkmale, die bei vielen hochsensiblen Kindern übereinstimmen, oft unterscheiden sie sich nur in der Intensität.

Bei einem Test müssen auch nicht alle Merkmale zutreffen, so kann es sein, dass das eine Kind sensibel auf Lautstärke reagiert und ein anderes Kind damit keine Probleme hat, dafür aber sehr geruchsempfindlich ist. Wir Menschen sind alle individuell und einzigartig und das ist gut so.
Hochsensible Kinder haben feine Antenne für Stimmungen, haben ein reiches Gefühlsleben sind mitfühlend, intuitiv und oft auch empathisch.
Durch ihre gründliche Informationsverarbeitung und Reizoffenheit sind sie leicht erregbar, schreckhaft und dadurch schnell überstimuliert.
Schulstress führt bei diesen Kindern häufig zu Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen.
In manchen Familien kann es durch Schulstress zu einer enormen Belastungssituation kommen. Das Kind ist durch die vielen Eindrücke in der Schule überfordert und kann dadurch nicht sein ganzes Potential entfalten. Zu Hause entstehen dann Konflikte, wenn das Kind gereizt und unzufrieden von der Schule nach Hause kommt, die Harmonie ist gestört.
Hochsensibilität wird vererbt, die Familie wird also auch durch den Stress überreizt und somit entsteht ein Teufelskreis.
Es gibt einige Möglichkeiten diesen Teufelskreis zu unterbrechen, damit wieder ein harmonischeres Familienleben möglich ist.

Äußere Ruhe führt zu innerer Ruhe und weniger ist oft mehr!
Der ganze Stress macht nervös und führt zu Gereiztheit und Schlafstörungen.
Versuchen Sie Überreizung zu vermeiden! Wenn es in Ihrer Familie möglich ist, versuchen Sie nicht zu viele Aktionen an einem Tag zu planen oder die Woche nicht zu voll zu stopfen, es wird Ihnen auch gut tun 🙂
Jedes Kind und jeder Jugendliche benötigt Ruhezeiten, um das Erlebte zu verarbeiten und innerlich zu sortieren, manche mehr, manche weniger. Planen Sie mit Ihrem Kind zusammen Ruhephasen ein.
Je gelassener und klarer die Mutter (der Vater) ist, desto entspannter ist das Kind!
Ein strukturierter Alltag und Rituale geben dem Kind Sicherheit.
Das Kind möchte einen berechenbaren Alltag, weil es andernfalls zu viele neue Impulse zu verarbeiten hat, auch das kostet Zeit und Kraft oder führt zur Überreizung.
Holen Sie das Kind in seinen Gefühlen ab.
Wenn ein Kind in seinen Gefühlen abgeholt wird, fühlt es sich verstanden und kann entspannen. Das ist viel wirksamer als jeglicher Druck, vor allem wenn ein Kind blockiert. So kann man sich viele Diskussionen und Kämpfe mit dem Kind ersparen.
Beugen Sie Konflikte vor, indem Sie mit dem Kind zusammen Regeln aufstellen, denn klare Absprachen sind im Familienalltag nötig und hilfreich.
Besonders hochsensible Kinder wollen wissen, was erwartet wird und welche Konsequenzen ihr Handeln nach sich zieht.

Deshalb sind klare, sichere Regeln und berechenbare angemessene Konsequenzen notwendig und können den Familienalltag ernorm erleichtern.
Hochsensible Mütter neigen oft zu überfürsorglichen Verhalten, sie möchten, dass es Ihrem Kind gut geht und das es so wenig wie möglich belastet ist. Viele Eltern haben Angst, dass ihr Kind in der Schule nicht die angemessene Leistung erbringen kann oder manchen Situationen nicht gewachsen ist, weil es zu verträumt oder abwesend ist.
Ermöglichen Sie es Ihrem Kind, selbst neue Erfahrungen zu sammeln. Legen Sie Ihre Ängste nicht auf Ihr Kind und belasten Sie es nicht damit. Denn nur wenn es eigene Erfahrungen macht, kann es dadurch wachsen.
Erinnern Sie sich noch daran, wie Ihr Kind laufen gelernt hat? Mit welchem Ehrgeiz! Nach jedem Hinfallen ist es wieder aufgestanden, dadurch konnte es irgendwann richtig gut laufen. Es hat diese Frustration überwunden und hat trotzdem weitergemacht.
Erinnern Sie sich, wie ihr Kind in Ihre Arme gelaufen ist und Sie haben am anderen Ende des Zimmers auf Ihr Kind gewartet, voller Vertrauen, dass es den Weg zu Ihnen alleine schafft?
Daran ist Ihr Kind gewachsen!
Lassen Sie Ihr Kind wachsen, lassen Sie Ihr Kind alleine laufen, sind Sie für Ihr Kind da um es aufzufangen, um es zu trösten und um es zu stärken.

Ihre
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